Was ist eigentlich ein "Gansey"

Ganseys sind die traditionellen Pullover der englischen und schottischen Fischer. 

Was wir in Deutschland einen "Pullover" nennen wird im englischen Sweater, Jersey oder Guernsey (auch Gansy oder Gansey) genannt.
Das Besondere ist, dass traditionelle Ganseys  aus „einem Stück“  ohne Naht gefertigt werden.
Da der Gansey die Arbeitskleidung der Fischer war, wurden besondere Anforderungen an ihn gestellt.

  • Die nahtlose Konstruktion verleiht dem Guernsey Stabilität und Schutz vor Wind.
  • Das relativ dünne fünffach gezwirnte Garn (seaman’s iron) wird besonders dicht verstrickt (ca. 28 Maschen auf 10 cm). Dadurch hält der Gansey bis zu einem gewissen Grad Wind und Feuchtigkeit ab
  • Klassische Ganseys werden sehr körpernah getragen. Der rautenförmige Achselzwickel schafft zusätzliche Bewegungsfreiheit
  • Die Ärmel sind relativ kurz und enden weit über dem Handgelenk, weil das Scheuern nasser Bündchen zu Entzündungen und Narben führt. Auch liegen die Ärmel am Unterarm eng an, um beim Arbeiten nicht hängen zu bleiben
  • Die am meisten beanspruchten Stellen an den Ärmeln und am Bauch sind glatt gestrickt. So konnte bei Beschädigungen der Bereich leicht gestopft bzw. aufgeribbelt und neu angestrickt werden
  • Die Muster im Brustbereich verbrauchen mehr Wolle und halten dadurch wärmer. 
  • Ganseymuster werden aus rechten und linken Maschen gestrickt, manchmal unterbrochen von einem einfachen Zopf. 

 

Skizze klassischer Gansey

Eine Sammlung schöner Ganseys aus dem Gansey-Garn von Frangipani sehen Sie hier


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