Über wasserwolle

Hallo, hi, hej, terve!

Meine Name ist Ute Schiller-Kühl und ich betreibe "wasserwolle - Wolle von Küsten Nordeuropas". Hier finden Sie alles, was Sie für das Stricken eines traditionellen Ganseys benötigen, Wolle aus England und Finnland, selbstgefärbte Garne und Spinnfasern.

Ich arbeite eng zusammen mit meinem Bruder Jörg Schiller bekannt als "Needle-Bear - der Ganseystricker"

Stricken hat mich mein ganzes Leben begleitet und ist über die Jahre zu einer echten Leidenschaft geworden. Mit sieben Jahren habe ich angefangen, selbst zu stricken, davor habe ich schon immer meiner Mutter geholfen, Wolle zu wickeln. Mein erster selbstgestrickter Pullover war ein enganliegender grüngestreifter Rippenpullover aus 100% Acryl. Das Garn quietschte auf den Nadeln und schlug auch manchmal Funken. Nicht sehr schön zu stricken und beim Tragen standen mir manchmal die wortwörtlich die Haare zu Berge. Das war der Antrieb für mich, nach Alternativen aus Natur­materialien zu suchen. Weil es die Wollgarne nicht gab, die ich mir vorstellte, habe ich mir mit 16 das Handspindeln beigebracht und leistete mir in der Studienzeit mit 20 das erste Spinnrad.

Stricknadeln und Spinnräder haben mich nie mehr losgelassen. Selbst während meines Studiums der Sinologie habe ich über das Handspinnen von Baumwolle im China der 30er Jahre geforscht.

Während meiner Studienreisen in Asien hatte ich immer ein Strick­zeug dabei und es hat mir auf langen Zugfahrten quer durch China oft die Tür für Gespräche geöffnet. China war Anfang der 80er Jahre noch nicht für den Tourismus erschlossen und es wurde noch viel gestrickt. Als eher hochgewachsene und hellhäutige Europäerin war ich immer als Fremde zu erkennen. Aber da ich wie die Chinesin neben mir im Zug strickte, wirkte ich wohl nicht mehr so, als wäre ich von einem anderen Stern gefallen. 

Statt Souvenirs habe ich immer interessante Garne mitgebracht. Da war das wunderbare Mohairgarn in Blau-Grün-Tönen aus der Galerie Lafayette in Paris, ein seltsames Polygarn in Neongelb und Pink von den Philippinen, ein dickes bordeauxfarbenes Wollgarn aus Griechenland…

Von einer Reise durch Irland kam ich mit einem Rucksack voller geölter irischer Garne in Naturweiß zurück. Zusätzlich im Gepäck war der Buchklassiker „Patterns for Guernseys, Jerseys & Arans“ von Gladys Thomson. Dieses Buch besitze ich heute noch und es war der Grundstock für eine umfangreiche Bibliothek rund um das traditionelle Stricken.

Mein Beruf führte mich Mitte der 90er Jahre weg von Asien und nach Finnland und Skandinavien. Hier entdeckte ich eine ganz lebendige Handarbeitskultur und vor allem wunderschöne Garne in Naturtönen oder auch mit Farb­stoffen aus der Natur gefärbt.

Nachdem ich auf meinen Touren rund um die Küsten Nord­europas so viele schöne Naturgarne entdeckt habe, möchte ich diese auch bei uns be­kannter machen und habe die Internetseite „Wasserwolle“ ins Leben gerufen. Dort finden Sie Garne, die mit den Stricktraditionen der britischen Inseln und Skandinaviens verbunden sind. Hier gibt es auch das traditionelle „Seaman‘s Iron“, das traditionelle 5-fach gezwirnte Kamm­garn aus Yorkshire, bekannt unter dem Markennamen Frangipani. Dies ist die Original-Wolle für Ganseys: Sie ist sehr haltbar, mit guter Maschendefiniton und in klassischen Farben.

Aber Sie finden bei Wasserwolle auch Garnalternativen, die für Ganseys geeignet sind, z.B. Kammgarn aus Finnland in schönen Naturfarben.

Auch "Spinnfutter" für Spinnrad und Handspindel finden Sie bei mir. Auch hier ausgesuchte Qualitäten von den Küsten Nordeuropas, entweder in den Farben, wie sie am Schaf wachsen oder von mir handgefärbt. 

Meine Garne färbe ich auch in verschiedenen Qualitäten, vor allem Sockengarne.